Jeden Mittwoch informieren unsere City News über relevante Entwicklungen aus unserem Städtenetzwerk in Mittel- und Südosteuropa. Das City News Archiv lädt zur weiterführenden Lektüre ein.
Das Wiener Johann Strauss-Orchester trat zum ersten Mal im serbischen Novi Sad auf. Aufgrund des großen Publikumsinteresses wurde ein zusätzlicher Konzerttermin des Ensembles am Nachmittag angesetzt. Es besteht aus 27 internationalen Musiker*innen. Das Programm des Konzerts setzt sich aus bedeutenden Werken von Mozart, Haydn, Dvořák, Rossini sowie den unverzichtbaren Kompositionen der Strauss-Dynastie zusammen.
Die vom Berliner Senat eingerichtete Mietpreisprüfstelle hat seit ihrem Start vor rund einem Jahr zahlreiche überhöhte Mieten festgestellt. Von 339 zwischen April und Dezember 2025 geprüften Mietverträgen lagen 320 (94 Prozent) über der ortsüblichen Vergleichsmiete. In 222 Fällen überstieg die Miete das zulässige Niveau um mehr als 50 Prozent, was den Verdacht auf Wuchermieten nahelegt, während 82 Mieten zwischen 20 und 50 Prozent über dem Vergleich lagen und als überhöht gelten. Nur 19 Verträge (sechs Prozent) lagen im zulässigen Bereich, weitere 16 Fälle bewegten sich knapp darüber. Die Prüfstelle berät Mieter*innen kostenlos persönlich oder telefonisch, prüft Verträge und informiert, bei Verdacht auf überhöhte Mieten, die zuständigen Bezirke, die Bußgelder verhängen oder im Falle von Wuchermieten die Staatsanwaltschaft einschalten können. Betroffene Mieter*innen müssen in den meisten Fällen jedoch selbst rechtlich gegen die Vermieter*innen vorgehen. Die Mietpreisprüfstelle kann zwar prüfen, beraten und die zuständigen Bezirke informieren, ergreift jedoch selbst keine rechtlichen Schritte gegen Vermieter*innen.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 2. März 2026 gaben der Bürgermeister von Bratislava, Matúš Vallo (Team Bratislava), und der Vorsitzende des Selbstverwaltungskreises Bratislava (BSK), Juraj Droba (SaS – Freiheit und Solidarität), ihre erneute Kandidatur bei den Kommunal- und Regionalwahlen am 24. Oktober 2026 bekannt. Beide werden von einem Wahlbündnis aus vier Parteien unterstützt – Team Bratislava, Fortschrittliche Slowakei (PS), SaS sowie den Demokraten (Demokrati) – und betonen den Wunsch, ihre bisherige Arbeit fortzusetzen. Bürgermeister Vallo verwies auf Erfolge in der Stadtentwicklung, Infrastruktur und Sicherheit, während Droba Fortschritte in Bildung, Verkehr und regionaler Entwicklung hervorhob. Zu den weiteren Kandidat*innen für das Bürgermeister*innenamt von Bratislava zählen der Bratislavaer Gemeinderat und Regionalabgeordnete Martin Winkler (Partei Donau) sowie die langjährige Bürgermeisterin des Stadtteils Karlova Ves, Dana Čahojová (parteilos). Im Gespräch ist auch der Name des Verkehrsministers Jozef Ráž (parteilos, nominiert von SMER-SD – Richtung Sozialdemokratie), der seine Kandidatur bislang weder bestätigt noch dementiert hat. Gleichzeitig plant die slowakische Regierungskoalition eine Änderung des Wahlrechts, nach der die Briefwahl aus dem Ausland abgeschafft werden soll.
Der 2. Bezirk in Budapest hat die Empfehlungen der ersten Frauenversammlung offiziell angenommen. 46 zufällig ausgewählte Frauen entwickelten 16 Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität. Schwerpunkte sind mentale Gesundheit, Entlastung von Sorgearbeit, sichere öffentliche Räume sowie bessere Information. Zu den konkreten Vorschlägen zählen unter anderem die Einrichtung eines freiwilligen Engagement-Programms und eines ständigen Frauenbeirats, eines Zentrums für mentale Frauengesundheit, Nacht-Kinderbetreuung, die Förderung weiblicher Erwerbstätigkeit sowie inklusive Umgestaltungen öffentlicher Räume. Sicherheit wird dabei nicht primär als ordnungspolitische Frage verstanden, sondern als Ergebnis von Raumgestaltung, Beleuchtung, sozialer Präsenz und zugänglichen Dienstleistungen. Die Empfehlungen sollen nun priorisiert und schrittweise in die Stadtentwicklungs- und Verwaltungsstrategie integriert werden.
Krakau wird eine*n Beauftragte*n für Mieter*innenrechte ernennen, der*die die Einwohner*innen in Fragen des sozialen Wohnungsbaus und von Mietverhältnissen vertreten soll. Die Entscheidung der Stadt ist unter anderem eine Reaktion auf die Probleme der Mieter*innen und Pächter*innen der Häuser in der Józefa-Straße und der Bożego-Ciała-Straße im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz, die ein Bauträger sanieren will, um in den Gebäuden ein Luxushotel einzurichten. Der*die Beauftragte für Mieter*innenrechte wird in der Abteilung für Wohnungswesen der Stadt Krakau arbeiten. Zu den Aufgaben werden unter anderem die Begleitung der Wohnungsprogramme der Stadt, die Bewertung der Maßnahmen der Stadt sowie Empfehlungen zur besseren Verwaltung des städtischen Wohnungsbestands gehören. Die Stelle soll im April 2026 besetzt werden.
Am Bezirksgericht Ljubljana hat ein Strafverfahren zu Geschäftsabschlüssen beim Projekt Stožice begonnen. Angeklagt sind der Bürgermeister Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) sowie sechs weitere Personen. Laut Staatsanwaltschaft soll das Unternehmen Grep die Räumlichkeiten für die Kälteanlage an das städtische Energieunternehmen Energetika Ljubljana verkauft haben, obwohl diese zuerst kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollten. Der Kaufpreis wurde durch Vertragsänderungen nach einem Jahr um 1,4 Million Euro erhöht. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Das Gericht wird in den kommenden Wochen Zeug*innen und Sachverständige anhören.
Die Kriminalität in Prag ist 2025 weiter zurückgegangen. Mit weniger als 35.000 registrierten Straftaten setzte sich der seit drei Jahren anhaltende Abwärtstrend fort, die Aufklärungsquote lag bei über 26 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten einige Deliktgruppen deutliche Anstiege. Die Zahl der Sexualdelikte stieg auf 568 Fälle (2024: 437). Auch Kinderpornografie nahm von 66 auf 104 Fälle zu – laut Polizei aufgrund verstärkter internationaler Kooperation und gezielter Ermittlungen. Die Zahl der Gewaltverbrechen lag ebenfalls höher: 23 Morde (plus vier) und insgesamt 1.609 Gewaltdelikte. Die Aufklärungsquote lag hier knapp unter 50 Prozent. Häufig waren Wiederholungstäter*innen oder ausländische Tatverdächtige beteiligt. Während schwere Banküberfälle nahezu verschwunden sind, bleibt Eigentumskriminalität problematisch, denn es kam hier zu 499 Wohnungseinbrüchen und 196 Einbrüchen in Einfamilienhäusern mit niedrigen Aufklärungsraten. Die Drogenkriminalität blieb hoch mit 484 Fällen illegaler Herstellung, 357 Fälle wurden dabei aufgeklärt. Zudem registrierte die Polizei 233 Betrugsfälle – darunter neue Methoden des Missbrauchs von Zahlungskarten.
Vom 1. bis 31. März 2026 können Projektvorschläge für das neue Sommerprogramm der Stadt Sofia eingereicht werden. Dieses umfasst kostenlose Kulturveranstaltungen auf Freilichtbühnen in Parks und Gärten, die von Juni bis September stattfinden werden. Das Programm verfügt über ein Budget von 155.000 Euro. Jedes Projekt kann mit maximal 5.000 Euro gefördert werden, und die Begünstigten können auch logistische und kommunikative Unterstützung in Anspruch nehmen. Die Bewerbungsphase für die zweite Runde des Programms "Mobilität" beginnt ebenfalls am 1. März und dauert bis Ende des Monats. Die Pilotphase im vergangenen Jahr förderte 61 Projekte. Heuer hat die Stadt Sofia die finanziellen Mittel des Programms um 25 Prozent auf 93.000 Euro erhöht. Das Programm unterstützt die Teilnahme von Künstler*innen und Kulturschaffenden aus Sofia an internationalen Foren im Ausland und in Bulgarien sowie Besuche zeitgenössischer Künstler*innen aus aller Welt in Sofia. Im Rahmen des Programms werden Reise- oder Unterkunftskosten übernommen.
Im Jahr 2024 sind laut den neuesten
Eurostat-Daten 4,2 Millionen Migrant*innen aus Nicht-EU-Staaten in die
Europäische Union eingewandert. Nach Kroatien kamen im selben Jahr insgesamt
70.400 Personen, darunter 13.300 kroatische Staatsbürger*innen, fast 5.000
EU-Bürger*innen, aber auch 52.300 Personen aus Staaten außerhalb der
EU – überwiegend aus Nepal, Bosnien-Herzegowina, Serbien und
Indien. Im Durchschnitt kamen 2024 in der EU neun Migrant*innen
auf 1.000 Einwohner*innen, während 18 Migrant*innen pro 1.000
Einwohner*innen nach Kroatien gezogen waren. Das ist doppelt so hoch wie
im EU-Durchschnitt. Damit zählt Kroatien zu den EU-Spitzenreiter*innen hinsichtlich der Anzahl von Migrant*innen pro Einwohner*innen und liegt auf
Platz sechs nur hinter Malta, Zypern, Luxemburg, Spanien und Irland. Anfang Jänner
2025 lebten in Kroatien etwas mehr als 153.000 ausländische Staatsbürger*innen,
von denen 130.000 aus Ländern außerhalb der EU stammten. Bei den Migrant*innen
handelt es sich überwiegend um Männer (55 Prozent). Somit ist Kroatien
laut Eurostat das EU-Land mit dem höchsten Anteil männlicher
Einwanderer (73,6 Prozent).
Im Stadtteil Štepanjsko naselje kommt es seit Jänner 2026 zu Konflikten, nachdem die Stadt Ljubljana eine kostenpflichtige Parkzone eingeführt hatte. Viele Anrainer*innen lehnten die Gebühren, den Mangel an Parkplätzen und die strengen Kontrollen ab. In den ersten Tagen wurden über hundert falsch abgestellte Autos abgeschleppt. Die Maßnahme wurde zudem als zusätzliche Einnahmequelle gesehen, weshalb eine Zivilinitiative Klage gegen das neue Parkregime einreichte. Nach der vorläufigen gerichtlichen Aussetzung des neuen Parkregimes im Stadtteil hat die Stadtgemeinde Ljubljana angekündigt, Einspruch einzulegen. Bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung wird die Stadtgemeinde den Verkehr dort nicht überwachen und keine Parkgebühren einheben. Gleichzeitig werden einzelne infrastrukturelle Maßnahmen fortgesetzt, darunter die Markierung von knapp 100 zusätzlichen Parkplätzen sowie Änderungen der Verkehrsführung, etwa eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf zehn Kilometer pro Stunde und neue Fahrradmarkierungen. Die Anrainer*innen haben mittlerweile bei einer Versammlung konkrete Vorschläge zur Problemlösung für die Stadtgemeinde gesammelt, die vom Bürgermeister inzwischen abgelehnt wurden.
Im Berliner Bezirk Marzahn‑Hellersdorf häufen sich die Fälle von sogenanntem Grooming und sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. So wurden im ersten Halbjahr 2025 bereits genauso viele Fälle gemeldet wie im gesamten Jahr 2024. Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) geht davon aus, dass die tatsächliche Anzahl der Betroffenen "fünfmal so hoch" ist wie die offiziell registrierten Fälle. Lemm vermutet, dass Täter gezielt nach Marzahn-Hellersdorf kommen, weil die dortigen sozialen Umstände ihre Taten begünstigen. Jedes vierte Kind wächst hier in Armut auf, hinzu kommen Anonymität in den Großsiedlungen und zerrüttete Familienverhältnisse. Laut der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion in Marzahn-Hellersdorf, Stephanie Inka Jehne, würden Täter Vertrauen aufbauen, indem sie materielle Lücken füllen würden, die in überlasteten Familien entstünden. Sie würden Orte zum Zeitvertreib, die neueste Spielekonsole oder auch Drogen anbieten. Dafür hätten sie eine eigene Infrastruktur geschaffen, etwa eine Hochhauswohnung, die für Kinder wie ein Zufluchtsort wirkt, tatsächlich aber eine Falle ist. Eine bessere Aufklärung über diese Strategien sei vonnöten ebenso wie die Wachsamkeit in der Nachbar*innenschaft. Beobachtungen könnten auch anonym an das Jugendamt gemeldet werden.
In Deutschland haben russische Fachkräfte trotz konkretem Jobangebot oft Schwierigkeiten, ein Arbeitsvisum zu erhalten vor allem, wenn sie zuvor bei sanktionierten Unternehmen wie großen Banken gearbeitet haben. Die Behörden prüfen die Anträge streng und individuell und die Rechtsmittel gegen Ablehnungen sind eingeschränkt. In Österreich hingegen werden ähnliche Profile meist akzeptiert, da das Fachkräfteeinwanderungssystem – etwa über die Rot‑Weiß‑Rot‑Karte – stärker auf Qualifikation und Arbeitsmarktbedarf achtet und politische Bewertungen früherer Arbeitgeber*innen weniger stark gewichtet. Dies führt dazu, dass viele russische Bewerber*innen mit Jobangeboten in Deutschland zunächst nach Österreich ausweichen, bevor sie versuchen, später doch nach Deutschland zu wechseln.
Die Unzufriedenheit mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) ist laut einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag des Tagesspiegels auf einen neuen Höchststand gestiegen. 74 Prozent der Berliner*innen bewerten seine Amtsführung negativ, nur zehn Prozent sind zufrieden, selbst viele CDU-Anhänger*innen sehen seine Arbeit kritisch. Gründe dafür sind ein von den Befragten wahrgenommener Stillstand in zentralen Politikfeldern wie Wohnungsbau, Stadtentwicklung und Verwaltung, öffentlichkeitswirksame Patzer, etwa die Debatten um die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks sowie der Umgang mit Krisen. Besonders stark belastend für sein Image war das Blackout Anfang Jänner 2026. So spielte Wegener am ersten Tag des Blackouts (3. Jänner 2026) Tennis in einer beheizten Tennisanlage, während zeitgleich rund 150.000 Berliner Haushalte bei winterlichen Minusgraden ohne Strom, Heizung und Licht auskommen mussten. Dies wird von vielen als Symbol für mangelnde Präsenz und Prioritätensetzung gesehen. Zusammengenommen tragen diese Faktoren zu seiner sinkenden Glaubwürdigkeit und der historisch hohen Unbeliebtheit bei.
Mit den "Kulturklassenfahrten" startet in Slowenien ein neues nationales Projekt, das analog zu den Naturklassenfahrten Wissen und neue Einblicke in die Welt der Kunst und Kultur vermittelt. In den kommenden Tagen werden die ersten Schüler*innen die Hauptstadt Ljubljana besuchen, kulturelle Einrichtungen kennenlernen und dabei selbst kreativ werden. Das Kulturministerium unterstützt das Vorhaben bis 2029 mit 2,5 Millionen Euro, welche durch EU-Kohäsionsmittel ergänzt werden. Insgesamt sind 350 "Kulturklassenfahrten" geplant, die langfristig im Schulsystem etabliert werden sollen.
In Serbien werden im Exportsektor der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Rekorde verzeichnet. Im vergangenen Jahr flossen 4,552 Milliarden Euro in die Staatskasse. Nach Angaben des Direktors des Amtes für IT und E‑Government, Mihailo Jovanović, zeigt die Statistik ein Wachstum von 10 Prozent im Vergleich zu 2024. Dieses Ergebnis bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen IKT‑Sektors, betont Jovanović. Rund 90 Prozent der IT‑Dienstleistungen werden auf den US‑Markt exportiert. Bereits vor zwei Jahren gelang serbischen Unternehmen der Durchbruch auf dem amerikanischen Markt.
Die Stadtgemeinde Ljubljana schlägt vor, die Strafe für Fahrgäst*innen ohne gültigen Fahrschein im städtischen Personenverkehr mehr als zu verdoppeln. Die neue Buße würde statt der aktuellen 40 Euro 100 Euro betragen und könnte innerhalb von acht Tagen zur Hälfte des Betrags beglichen werden. Mit dieser Maßnahme sollen die Zahlungsmoral verbessert und Verstöße konsequenter geahndet werden. Die geplante Erhöhung ist Teil einer Anpassung der städtischen Verkehrsregelungen. In den neuen Regelungen ist unter anderem auch keine obligatorische Uniform mehr für Fahrscheinkontrolleur*innen vorgesehen.
Auf der letzten Sitzung des Gemeinderats am 25. Februar 2025 stellte der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), einen Entwurf für eine punktuelle Änderung des Bebauungsplans vor, um den Bau eines Luxushotels an der Stelle der alten Mietshäuser zu verhindern. Sowohl Aktivist*innen als auch die Mehrheit des Gemeinderates fordern eine deutliche Einschränkung beim Bau neuer Hotels in den zentralen Stadtteilen von Krakau. Derzeit prüft die Stadtverwaltung bereits, welche Orte durch den starken Ausbau touristischer Infrastruktur besonders unter Druck geraten könnten. Die Krakauer Gemeinderät*innen appellierten parteiübergreifend an den Bürgermeister, Maßnahmen gegen die zunehmende Umwandlung der Stadt für touristische Zwecke zu ergreifen – unter anderem durch eine Begrenzung der Zahl von Hotels, Hostels und Apartments für Kurzzeitvermietungen. Allein im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz gibt es nach dem aktuellen Bebauungsplan fast 60 Gebiete, in denen Hotels entstanden sind oder entstehen könnten. Das entspricht umgerechnet über 100 Gebäuden. Die Gemeinderät*innen betonen, dass die aktuellen Pläne unter anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Früher wurden ausländische Investitionen mit Begeisterung aufgenommen, heute sucht der Gemeinderat nach Lösungen gegen die negativen Folgen des stark wachsenden Tourismus.
Eine Prager Brücke hat es in ein internationales Ranking der schönsten Brücken der Welt geschafft. Der britische Online-Guide "Time Out" führt das Bauwerk auf Platz 15 seiner Liste der 19 eindrucksvollsten Brücken weltweit. Bemerkenswert ist, dass es sich dabei nicht um die weltberühmte Karlsbrücke handelt, sondern um die Eisenbahnbrücke zwischen den Stadtteilen Výtoň und Smíchov – häufig als Vyšehradský oder Výtoňský most bezeichnet. Die Stahlkonstruktion überspannt die Moldau seit dem Jahr 1901 in ihrer heutigen Form. Obwohl sie primär dem Bahnverkehr dient, ist sie zugleich ein wichtiger Fußweg zwischen beiden Ufern. Täglich nutzen zahlreiche Passant*innen die seitlichen Stege, um die Aussicht auf die Prager Altstadt, Vyšehrad und die Moldau zu genießen oder um den Fluss zu überqueren. Im Ranking ist die Brücke neben dem wiederaufgebauten Stari Most im bosnischen Mostar eine von nur zwei europäischen Vertreterinnen. Die Prager Eisenbahnbrücke stand in den vergangenen Jahren im Fokus öffentlicher Debatten. Die Stadt erwog zeitweise einen Abriss zugunsten eines modernen Neubaus. Gegen diese Pläne formierte sich jedoch Widerstand von Denkmalschützer*innen, Bürger*inneninitiativen und internationalen Organisationen. Schließlich fiel 2025 die Entscheidung zugunsten einer Sanierung und des Erhalts des Bauwerks. Bereits 2004 war die Brücke zum tschechischen Kulturdenkmal erklärt worden. Die internationale Anerkennung unterstreicht nun ihren architektonischen und städtebaulichen Wert. Damit rückt ein oft unterschätztes Wahrzeichen Prags stärker ins weltweite Rampenlicht.
Das sogenannte "Mocsárosdűlő" im 3. Bezirk in Budapest ist eines der größten naturnahen Gebiete der Hauptstadt, in dem auch Immobilienentwickler*innen Potenzial sahen. Bei einer Vor-Ort-Begehung gab Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) bekannt, dass die seit Jahren andauernde Debatte über die Zukunft des Areals abgeschlossen sei. Gemäß dem neu verabschiedeten Stadtentwicklungsplan dürfen dort keine Wohnparks errichtet werden, das Gebiet bleibt langfristig eine Grünzone. Laut Oberbürgermeister findet damit eine sechsjährige Vorbereitungsarbeit ihren Abschluss und die Entscheidung stelle einen der bedeutendsten Naturschutzschritte Budapests in den vergangenen Jahrzehnten dar. Er betonte, dass der Schutz der Zukunft der Stadt zugleich den Erhalt ihrer natürlichen Werte bedeute. Untermauert wird die Entscheidung dadurch, dass Budapest im Rahmen des EU-LIFE-Programms 3,5 Millionen Euro für Maßnahmen zur Lebensraumrekonstruktion erhalten hat. Nach Angaben der Stadtführung hat die Hauptstadt zuvor noch nie eine so hohe, ausdrücklich für grüne Entwicklungen bestimmte EU-Förderung erhalten.
Der regelmäßige Eisenbahngüterverkehr auf der Strecke Budapest–Belgrad hat vor Kurzem begonnen. Mit dem täglichen Frachtverkehr wird die modernisierte Eisenbahnstrecke unter realen Bedingungen getestet, bevor der Personenverkehr aufgenommen werden kann. Die Modernisierung der Strecke war in den vergangenen Jahren die größte Eisenbahninvestition in Ungarn. Anstelle der 160 Kilometer langen alten eingleisigen Strecke bis zur serbisch-ungarischen Grenze wurde eine zweigleisige Bahnstrecke errichtet, die für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt ist.
Nachdem der Gemeinderat von Sarajevo am Donnerstag, den 26. Februar, die Wiedererrichtung eines Denkmals für Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg beschlossen hatte, kam es zu kontroversen Reaktionen. Geplant ist der Standort nahe der Lateinerbrücke, dem historischen Ort des Attentats von 1914. Das ursprüngliche Denkmal war nach dem Ersten Weltkrieg entfernt und zerstört worden. Mehr als ein Jahrhundert später bleiben die Bewertungen des Attentats tief gespalten: Während einige Gavrilo Princip als Freiheitskämpfer sehen, betrachten ihn andere als Attentäter mit folgenschweren Konsequenzen. Der Vorsitzende des Gemeinderates, Alen Girt (NS – Unsere Partei), bezeichnete die Entscheidung als übereilt. In einer gemeinsamen Initiative von NS und der Sozialdemokratischen Partei (SDP) fordern Girt und die stellvertretende Vorsitzende Svjetlana Šošić (SDP), die Umsetzung des Beschlusses vorerst auszusetzen. Zudem fordert Girt eine breitere öffentliche Debatte über Erinnerungskultur und historische Verantwortung.
Zagreb hat begonnen, einen Platz im
Grätzl Travno zu sanieren, der vom Erdbeben 2020 stark beschädigt worden war. Der Platz im Süden der Stadt besteht aus
drei separaten Bereichen und dient als Zugang zum Wohngebäude und zu den
Geschäftsräumen, unter denen sich wiederum Garagen befinden. Die Arbeiten umfassen das
Entfernen der bestehenden Schichten bis auf die tragende Konstruktion, die
Sanierung der Stahlbetonkonstruktion sowie den Austausch der Bewehrung. Zurzeit ist vorgesehen, dass die Arbeiten innerhalb von acht Monaten abgeschlossen werden und circa 750.000 Euro kosten sollen. Die Sanierung beginnt am südlichen Teil des
Platzes, da dieser am stärksten beschädigt ist. Die Revitalisierung ist für Anrainer*innen wichtig, weil diese ihn als Treff- und
Begegnungsort nutzen. Durch die Sanierung soll eine langfristige
Stabilität gewährleistet werden, weitere Schäden verhindert und der kommunale Standard
des gesamten Grätzls erhöht, erkärte die Stadt.
Das Exzellenzzentrum GreenHer hat seine Arbeit aufgenommen. In den kommenden sechs Jahren will es interdisziplinäre Forschung und nachhaltige Innovationen im Bereich Kulturerbe vorantreiben. Der Fokus liegt dabei auf umweltfreundlichen Methoden zur Erhaltung und zum nachhaltigen Management von Bau- und Landschaftserbe sowie auf der Entwicklung eines digitalen Datenraums für Kulturerbe. Das Zentrum erhält 13,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln sowie eine gleich hohe nationale Kofinanzierung. Als autonome Einheit ist es an der Universität Ljubljana angesiedelt und arbeitet mit nationalen sowie internationalen Partner*innen zusammen.
Eine serbische Wissenschaftlerin hat eine Tablette mit einem Durchmesser von nur 2 mm entwickelt, die sich innerhalb von 10 Sekunden auflöst und für Kinder mit Herzschwäche bestimmt ist. Dank dieser innovativen Lösung erhalten Neugeborene und Kinder bis 6 Jahre, die bisher keine Standardmedikamente einnehmen konnten, eine zielgerichtete Therapie. Durch diese Entdeckung gelangte die serbische Wissenschaftlerin Prof.in Dr.in Milica Bajčetić ins Finale des regionalen Wettbewerbs "International Medis Awards". Die Entwicklung der Tablette dauerte 15 Jahre.
Ein neuer Tätigkeitsbericht der Filiale der
Zagreber Stadtwerke, Tržnice Zagreb, gibt einen Einblick in die Auslastung der
städtischen Märkte, die Mieter*innen, Investitionen und detaillierte Informationen
darüber, wie stark Marktstände, Fischmärkte, Kühlgeräte und andere
Einrichtungen genutzt werden. Von allen städtischen Märkten in Zagreb nimmt
insgesamt der Markt Jarun im Westen der Stadt den ersten Platz ein,
gefolgt von den Märkten in den Grätzln Savski gaj, Utrina, Gajnice und Dubec.
Die Märkte im Stadtzentrum – Dolac, Trešnjevka und Kvatrić – befinden sich im
Mittelfeld der Liste, während am unteren Ende der neue Markt in Vrapče im
Westen Zagrebs sowie der Markt Branimirova im Stadtzentrum stehen. Der Markt
Jarun als Spitzenreiter verzeichnet eine Auslastung von 92 Prozent,
während der neue Markt in Vrapče eine Auslastung von 25 Prozent aufweist. Die
durchschnittliche Auslastung aller städtischen Märkte beträgt 64,5 Prozent – eine
Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Für die Zukunft wird mit einer
weiteren Zunahme der Kapazitätsauslastung gerechnet. Der Bericht enthält auch
Informationen über Investitionen im Zeitraum von 2021 bis 2025. Im vergangenen
Jahr war beispielsweise geplant, rund 2,7 Millionen Euro auszugeben, letztlich
wurden jedoch nur etwa 154.000 Euro für die Märkte aufgewendet, ahnlich wie in den
Jahren 2023 und 2024.
Die Gemeinde Sofia führt in den Bezirken Kremikovzi und Ovtscha Kupel ein Pilotmodell für die kommunale Organisation der Mülltrennung ein. Der Gemeinderat hat die neue Struktur genehmigt, die unter anderem eine 66‑prozentige Erhöhung der farbigen Sammelcontainer vorsieht. Insgesamt sollen 837 neue Container, 169.080 Säcke sowie ein Spezialfahrzeug angeschafft werden. Die Investition beträgt 439.319 Euro und soll sich innerhalb von zweieinhalb Jahren durch Einnahmen aus recycelbaren Materialien sowie Einsparungen bei Transport und Abfallbehandlung amortisieren. Ziel ist es, die getrennte Sammlung künftig vollständig kommunal über Sofekostroi zu betreiben. Der Schritt ist Teil der umfassenden Abfallwirtschaftsreform des parteilosen Bürgermeisters Vassil Terziev. Bereits 2023 wurden im Bezirk Sredez alle 240 Container des Unternehmens Ekopak erneuert; bis 2027 sollen alle Container in den von Ekopak betreuten Bezirken ausgetauscht werden.
Der Bürgermeister von Sofia, Vassil Terziev (parteilos), beauftragt das neue Kontrollorgan der Gemeinde, das Inspektorat zur Korruptionsbekämpfung, mit einer umfassenden Prüfung der Direktion Kommunale Einnahmen. Geprüft werden sollen die Vergabe von Fällen an private Gerichtsvollzieher*innen sowie das Management von verjährten Forderungen in den letzten fünf Jahren. Ziel ist es, mögliche Verstöße, Machtmissbrauch, Interessenkonflikte oder andere Formen der Korruption aufzudecken und bei Bedarf konkrete disziplinarische Maßnahmen vorzuschlagen. Die Umsetzung der Anordnung wird persönlich vom Bürgermeister überwacht. Das Inspektorat ist eine neue Einheit, die im Rahmen der Verwaltungsreform geschaffen wurde, um den internen Kontrollmechanismus der Stadt zu stärken und schneller auf Verdachtsfälle von Unregelmäßigkeiten reagieren zu können.
Die Ungarische Akademie der Wissenschaften feiert 2026 ihr 200-jähriges Bestehen, weshalb das ungarische Parlament die Jahre 2025 und 2026 zum Jahr der Ungarischen Wissenschaft erklärt hat. Im Rahmen der Jubiläumsprogramme rief die Akademie am 20. August 2025 die Bewegung "Wissenschaftsfreundliche Gemeinde" (TUBA) ins Leben, die die Zusammenarbeit mit Kommunen zur Förderung wissenschaftlicher Werte und Talente stärken soll. Die Hauptstadt Budapest beschloss am 25. Februar, sich dieser Initiative anzuschließen und bekräftigte ihr Engagement für die Unterstützung wissenschaftlicher Leistungen sowie die Pflege des Andenkens bedeutender Forschender. Zahlreiche städtische Einrichtungen – darunter Museen, Archive, Bibliotheken und der Zoo – tragen durch ihre wissenschaftsorientierte Arbeit dazu bei, Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Methoden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus fördert die Stadt gezielt Nachwuchstalente, würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und kooperiert mit Universitäten und Forschungsinstituten, um nachhaltige und innovative Stadtentwicklung zu unterstützen.
In Budapest wächst die Zahl der Schulstraßen, während zugleich immer mehr Kiss & Ride-Zonen den Hol- und Bringverkehr erleichtern. Obwohl Einigkeit darüber besteht, Kinder vor Luftverschmutzung, Lärm und Unfallgefahren zu schützen, verschärft der Bringverkehr vor Schulen häufig genau diese Probleme. Schulstraßen, die dauerhaft oder zeitweise für Autos gesperrt werden, schaffen hier Abhilfe und fördern sichere sowie gesündere Schulwege. Der Gemeinderat Budapests plant kurzfristig 26 Schulstraßen und bis 2030 vor allen nicht an Haupt- oder Sammelstraßen gelegenen Schulen und Kindergärten entsprechende Zonen. Bereits 51 Schulen sind heute über Fußgängerzonen oder Parks erreichbar und verfügen damit faktisch schon über schulstraßenähnliche Bereiche. Eine Untersuchung zeigt jedoch, dass dauerhafte Lösungen oft an Parkplätzen oder verkehrlicher Bedeutung der Straßen scheitern, auch wenn bei vielen Standorten eine Umsetzung möglich wäre.
Am 26. Februar 2026 fand im polnischen Sejm die erste Sitzung der parlamentarischen Arbeitsgruppe für den Bau der U-Bahn in Krakau statt. An dem Treffen nahmen nicht nur Abgeordnete der Regierungskoalition aus Kleinpolen teil, sondern auch Vertreter*innen der wichtigen Ministerien für Infrastruktur, Inneres und Verwaltung, Nationale Verteidigung, Finanzen sowie Fonds und Regionalpolitik. Der stellvertretende Infrastrukturminister erklärte, dass der Bau der U-Bahn in Krakau von der Regierung konkret unterstützt werde. Das Infrastrukturministerium beabsichtigt, beim Ministerium für Fonds und Regionalpolitik die Bereitstellung von zehn Milliarden Euro aus der nächsten EU-Förderperiode 2028–2034 für Projekte im Zusammenhang mit dem Bau von U-Bahnen in polnischen Städten zu beantragen – darunter in erster Linie in Krakau. Es wurde auch über die Möglichkeit gesprochen, Mittel für den Bau der U-Bahn aus dem Regierungsprogramm für Bevölkerungsschutz und Zivilschutz (OLiOC) zu erhalten. Diese Mittel könnten für den Bau von unterirdischen Schutzräumen für die Einwohner*innen verwendet werden. Die Stationen und Tunnel sollen als Teil der Infrastruktur für den Bevölkerungsschutz behandelt werden.
Durch die Reform des Energiegesetzes Ende 2024 hat Serbien den Weg für die Gründung von Energiegemeinschaften durch Bürger*innen geebnet. Damit wurde der Rahmen für eine kollektive, dezentrale Energieproduktion erweitert, die auch Bürger*innen einschließt, die keine eigenen Dächer für Solaranlagen besitzen. Die Energiegemeinschaften bieten in Serbien einen institutionellen Rahmen, der es Bürger*innen ermöglicht, Energie zu produzieren und zu teilen. Obwohl die konkreten Definitionen noch ausstehen, hat das Zentrum zur Förderung der Umwelt das Portal energetske-zajednice.rs gestartet, mit dem Ziel, verfügbare Informationen über die rechtliche und praktische Funktionsweise von Energiegemeinschaften in Serbien zu bündeln.
Der Gemeinderat von Bratislava hat Ende Februar 2026 neue, strengere Regeln zum Verbot des Alkoholausschanks und -konsums auf öffentlichen Plätzen beschlossen. Das Verbot gilt nun ausdrücklich auch für Betreiber*innen und Nutzer*innen der sogenannten Beerbikes, deren Betrieb aufgrund zahlreicher Beschwerden über Verkehrssicherheit und öffentliche Ordnung künftig untersagt wird. Gleichzeitig wurde die Liste der alkoholfreien Zonen deutlich erweitert. Neu umfasst sie unter anderem Bereiche rund um soziale Einrichtungen, Senior*innenzentren, medizinische Einrichtungen sowie Anlaufstellen für Menschen ohne Obdach. Ausnahmen gelten weiterhin für genehmigte Veranstaltungen sowie für Außengastronomie mit offizieller Bewilligung. Die neuen Regeln treten am 1. April 2026 in Kraft.
Nur wenige Tage nach dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die Stadt Bratislava beschlossen, 44 Generatoren im Wert von 120.000 Euro an ihre Partnerstadt Kiew zu spenden. Die Geräte sollen Bewohner*innen unterstützen, die infolge der Angriffe ohne Wärme und Strom dastehen. Gleichzeitig setzt die Hauptstadt damit ein Zeichen der Solidarität und unterstützt symbolisch die Initiative "Wärme für die Ukraine", in deren Rahmen bereits mehr als 20.000 Menschen über eine Million Euro gesammelt haben. Die Hilfe soll Licht, Wärme und Hoffnung dorthin bringen, wo sie derzeit am dringendsten gebraucht werden.
In Budapest wurde die öffentliche Fotoausstellung "Ne nyisd ki" (Öffne es nicht) eröffnet, die an die Opfer der rassistisch motivierten Mordserie gegen Rom*nja in den Jahren 2008 und 2009 erinnert. Die Ausstellung von Róbert Bordás dokumentiert die gesellschaftlichen Folgen dieser Attentate und will die Bedeutung von Erinnerung, Menschenwürde und gegenseitigem Respekt hervorheben. Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) betonte in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit, dass künftige Generationen über diese Taten informiert sind und sich mit der Geschichte auseinandersetzen. Begleitend werden Filme und Gespräche angeboten, um weiterführende Kontexte sichtbar zu machen.
Ende Februar 2025 begann im Sofioter Stadtviertel Studentski grad der Bau einer Volks- und Mittelschule im Wert von zehn Millionen Euro. Die Investition wird vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft und der Stadt Sofia finanziert. Auftraggeber ist der Stadtbezirk Studentski. Auf einem 4,6 Hektar großen Grundstück entsteht ein modernes Schulgebäude für insgesamt 573 Schüler und 24 Klassen – von der Vorschule bis zur siebten Klasse. Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass sie eine effektive Organisation des Unterrichts und optimale Lernbedingungen in jeder Phase gewährleisten. Das Schulgelände soll über einen Fußballplatz, kombinierte Volleyball- und Basketballfelder, eine Laufbahn, Tischtennisplatten und einen Outdoor-Fitnessbereich sowie über eine ansprechende Landschaftsgestaltung verfügen. Alleen, Erholungsflächen und Parkplätze für Autos und Fahrräder sind ebenfalls geplant. Die Bauarbeiten sollen in zwei Jahren abgeschlossen werden. Die Errichtung der neuen Schule ist Teil der Bemühungen der Stadt Sofia, ausreichend Schulplätze zu schaffen und auf Einschichtbetrieb umzustellen. Derzeit werden in Sofia sieben Schulgebäude ausgebaut.
Ende Februar 2026 war Sofia im Rahmen des transnationalen Kooperationsprogramms Interreg URBACT IV 2021 bis 2027 der Europäischen Union Gastgeberin einer Reihe von Expert*innentreffen. Im Rahmen des Projekts "Nachhaltiges und informiertes Management von Grünflächen" (URBACT PARKS) werden gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Städten – dem Leadpartner Perugia (Italien), Veszprém (Ungarn), Czernowitz (Ukraine), Arteixo (Spanien), Valongo (Portugal) und Monaghan (Irland) – lokale Ansätze und Strategien zur Einbindung von Interessengruppen in das Management städtischer Grünflächen und deren Anpassung an die Risiken des Klimawandels entwickelt. Expert*innen von URBACT und der Stadt Perugia trafen sich mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Nadeschda Bobcheva (DB – Demokratisches Bulgarien) und Architekt Ljubo Georgiev (parteilos), sowie mit Mitarbeiter*innen der Gemeindeunternehmen Sofiaplan und Parks und Stadtgärten sowie mit Gemeinderät*innen. Diskutiert wurden konkrete Herausforderungen und die Auswahl eines Standorts, an dem das Pilotprojekt umgesetzt werden kann. Für diesen Standort wird ein lokaler Plan erstellt, der die Einbindung von Bürger*innen, Expert*innen sowie wissenschaftlichen, Bildungs- und Wirtschaftsorganisationen in die Entscheidungsprozesse für die Verwaltung und Entwicklung des Standorts vorsieht. Besprochen wurde auch die Erfahrung der Stadt Perugia und der Universität Perugia zur Kartierung von Stadtbäumen, die in Sofia und in den anderen Partnerstädten umgesetzt werden kann.
Das slowenische Ministerium für solidarische Zukunft hat dem Wohnfonds der Republik Slowenien zusätzlich 75 Millionen Euro bereitgestellt, um den Bau öffentlicher Mietwohnungen zu unterstützen. Die Mittel sollen Projekte lokaler Gemeinden, den Kauf von Grundstücken und Wohnungen sowie neue Bauvorhaben fördern. Es handelt sich um die vierte Kapitalerhöhung des Fonds seit 2023. Die Maßnahme ist Teil einer längerfristigen Strategie zur Stärkung des öffentlichen Wohnungssektors.
Das slowakische Bildungsministerium ergänzt den staatlichen Lehrplan um das neue Fach "KI-Kompetenz". Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen alle Grundschulen systematisch den Umgang mit künstlicher Intelligenz vermitteln. Die neuen Lehrplanergänzungen sind seit März 2026 in Kraft und sollen Schüler*innen darauf vorbereiten, KI kritisch, sicher und verantwortungsvoll zu nutzen. Der Lehrplan für KI umfasst fünf Kompetenzbereiche: die Funktionsprinzipien künstlicher Intelligenz, die Zusammenarbeit mit KI, kritisches Denken, Verantwortung und Sicherheit sowie Identität und digitale Balance. Die KI-Kompetenz soll sich schrittweise bis zur neunten Klasse der Grundschule entwickeln, mit klar definierten Lernergebnissen für die einzelnen Bildungszyklen. Erste Unterrichtsmaterialien stehen bereits zur Verfügung; zudem wird ein Kompetenzrahmen für Lehrkräfte vorbereitet.
Die Fakultät für Informatik und Informationstechnologien der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava (FIIT STU) hat im Rahmen von "Horizon Europe" mehrere bedeutende EU-Forschungsförderungen erhalten. Die Projekte beschäftigen sich mit energieeffizienten 6G-Netzen, der Stärkung europäischer Souveränität in der KI-Forschung sowie dem Ausbau von Recheninfrastrukturen für zukünftige KI-Anwendungen. Die Einwerbung von vier bedeutenden europäischen Projekten im Jahr 2026 ist für die FIIT STU ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, sich unter den führenden europäischen Forschungszentren zu positionieren. Die "Horizon Europe"-Grants zählen zu den kompetitivsten EU-Förderungen mit einer Erfolgsquote von rund fünf Prozent. Die Projekte laufen jeweils über 36 Monate und sollen die europäische Spitzenforschung stärken.
Laut der slowakischen Wettbewerbsbehörde koordinierten die Firmen PHOENIX Zdravotnícke zásobovanie und Transmedic Slovakia über Jahre hinweg ihre Angebote in elektronischen Ausschreibungen für die staatliche Krankenversicherung (VšZP) und teilten sich Markt und Kundschaft auf. Die Behörde stützt sich dabei auf interne Kommunikation sowie Hinweise eines Whistleblowers; es handelt sich um den ersten Fall dieser Art für die Behörde. Die Kartellvereinbarung betraf die Lieferung regulierter Medikamente, unter anderem für onkologische und neurologische Behandlungen, und dauerte von 2017 bis 2020. Die höchste Strafe traf PHOENIX mit mehr als 7,5 Millionen Euro. Transmedic, die sich in Insolvenz befindet, muss rund 200.000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.