City News

 

Jeden Mittwoch informieren unsere City News über relevante Entwicklungen aus unserem Städtenetzwerk in Mittel- und Südosteuropa. Das City News Archiv lädt zur weiterführenden Lektüre ein.

  • Krakau
  • Polen

Gemeinderat von Krakau will Bau neuer Hotels einschränken

Auf der letzten Sitzung des Gemeinderats am 25. Februar 2025 stellte der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), einen Entwurf für eine punktuelle Änderung des Bebauungsplans vor, um den Bau eines Luxushotels an der Stelle der alten Mietshäuser zu verhindern. Sowohl Aktivist*innen als auch die Mehrheit des Gemeinderates fordern eine deutliche Einschränkung beim Bau neuer Hotels in den zentralen Stadtteilen von Krakau. Derzeit prüft die Stadtverwaltung bereits, welche Orte durch den starken Ausbau touristischer Infrastruktur besonders unter Druck geraten könnten. Die Krakauer Gemeinderät*innen appellierten parteiübergreifend an den Bürgermeister, Maßnahmen gegen die zunehmende Umwandlung der Stadt für touristische Zwecke zu ergreifen – unter anderem durch eine Begrenzung der Zahl von Hotels, Hostels und Apartments für Kurzzeitvermietungen. Allein im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz gibt es nach dem aktuellen Bebauungsplan fast 60 Gebiete, in denen Hotels entstanden sind oder entstehen könnten. Das entspricht umgerechnet über 100 Gebäuden. Die Gemeinderät*innen betonen, dass die aktuellen Pläne unter anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Früher wurden ausländische Investitionen mit Begeisterung aufgenommen, heute sucht der Gemeinderat nach Lösungen gegen die negativen Folgen des stark wachsenden Tourismus.

28.2.2026
pfeil offnen
  • Prag
  • Tschechien

Vyšehradský-Brücke in Prag zu einer der schönsten weltweit gekürt

Eine Prager Brücke hat es in ein internationales Ranking der schönsten Brücken der Welt geschafft. Der britische Online-Guide "Time Out" führt das Bauwerk auf Platz 15 seiner Liste der 19 eindrucksvollsten Brücken weltweit. Bemerkenswert ist, dass es sich dabei nicht um die weltberühmte Karlsbrücke handelt, sondern um die Eisenbahnbrücke zwischen den Stadtteilen Výtoň und Smíchov – häufig als Vyšehradský oder Výtoňský most bezeichnet. Die Stahlkonstruktion überspannt die Moldau seit dem Jahr 1901 in ihrer heutigen Form. Obwohl sie primär dem Bahnverkehr dient, ist sie zugleich ein wichtiger Fußweg zwischen beiden Ufern. Täglich nutzen zahlreiche Passant*innen die seitlichen Stege, um die Aussicht auf die Prager Altstadt, Vyšehrad und die Moldau zu genießen oder um den Fluss zu überqueren. Im Ranking ist die Brücke neben dem wiederaufgebauten Stari Most im bosnischen Mostar eine von nur zwei europäischen Vertreterinnen. Die Prager Eisenbahnbrücke stand in den vergangenen Jahren im Fokus öffentlicher Debatten. Die Stadt erwog zeitweise einen Abriss zugunsten eines modernen Neubaus. Gegen diese Pläne formierte sich jedoch Widerstand von Denkmalschützer*innen, Bürger*inneninitiativen und internationalen Organisationen. Schließlich fiel 2025 die Entscheidung zugunsten einer Sanierung und des Erhalts des Bauwerks. Bereits 2004 war die Brücke zum tschechischen Kulturdenkmal erklärt worden. Die internationale Anerkennung unterstreicht nun ihren architektonischen und städtebaulichen Wert. Damit rückt ein oft unterschätztes Wahrzeichen Prags stärker ins weltweite Rampenlicht.

27.2.2026
pfeil offnen
  • Sofia
  • Bulgarien

Grünflächenmanagement: Sofia im europäischen Austausch

Ende Februar 2026 war Sofia im Rahmen des transnationalen Kooperationsprogramms Interreg URBACT IV 2021 bis 2027 der Europäischen Union Gastgeberin einer Reihe von Expert*innentreffen. Im Rahmen des Projekts "Nachhaltiges und informiertes Management von Grünflächen" (URBACT PARKS) werden gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Städten – dem Leadpartner Perugia (Italien), Veszprém (Ungarn), Czernowitz (Ukraine), Arteixo (Spanien), Valongo (Portugal) und Monaghan (Irland) – lokale Ansätze und Strategien zur Einbindung von Interessengruppen in das Management städtischer Grünflächen und deren Anpassung an die Risiken des Klimawandels entwickelt. Expert*innen von URBACT und der Stadt Perugia trafen sich mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Nadeschda Bobcheva (DB – Demokratisches Bulgarien) und Architekt Ljubo Georgiev (parteilos), sowie mit Mitarbeiter*innen der Gemeindeunternehmen Sofiaplan und Parks und Stadtgärten sowie mit Gemeinderät*innen. Diskutiert wurden konkrete Herausforderungen und die Auswahl eines Standorts, an dem das Pilotprojekt umgesetzt werden kann. Für diesen Standort wird ein lokaler Plan erstellt, der die Einbindung von Bürger*innen, Expert*innen sowie wissenschaftlichen, Bildungs- und Wirtschaftsorganisationen in die Entscheidungsprozesse für die Verwaltung und Entwicklung des Standorts vorsieht. Besprochen wurde auch die Erfahrung der Stadt Perugia und der Universität Perugia zur Kartierung von Stadtbäumen, die in Sofia und in den anderen Partnerstädten umgesetzt werden kann.​

24.2.2026
pfeil offnen